Um 10000 vor Christi Geburt: Erste Spuren menschlicher Besiedelung.
Um 80 bis 260: Der Eichstätter Raum ist Teil der römischen Provinz Raetia (Hauptstadt Augsburg). Der Limes, die Grenzbefestigung des Römerreiches, wird auf die Linie Gunzenhausen - Weißenburg - Pfünz - Kösching vorverlegt. In Eichstätt befand sich eine kleine Römersiedlung, deren Lage jedoch noch unentdeckt ist. In der Nähe von Eichstätt bestanden das Kastell Vetoniana (Pfünz) und die Zivilsiedlung Vicus Scuttarensium (Nassenfels).Um 260 wird die Grenzlinie nochmals vorverlegt unter Einbeziehung des Altmühlgebietes bis zur Höhe Böhming - Kipfenberg unter Kaiser Hadrian (117 bis 138); 213, 233 und 259 stürmen Alemannen den Limes, die römischen Truppen ziehen sich über die Donau zurück.
740: Erste urkundliche Erwähnung des Ortes "Eihstat". Der Edle Suitger schenkt Bonifatius das Gebiet von "Eihstat";Bonifatius weiht in der Marienkirche am 22. Juli 740 Willibald zum Priester.
741: Am 22. Oktober 741 weiht Bonifatius in Sülzenbrücken bei Erfurt Willibald zum Bischof (es ist ungeklärt, ob für Erfurt oder Eichstätt, jedenfalls lässt sich Willibald wieder in Eichstätt nieder und gründet ein Bischofskloster).
787: Am 7. Juli Tod Willibalds; er wird in dem von ihm erbauten ersten Dom beigesetzt.
793: Karl der Große bereist die Eichstätter Gegend und besichtigt das Kanalprojekt zwischen Rezat und Altmühl (Karlsgraben, Fossa Carolina).
Zwischen 870 und 879: Bischof Otgar lässt die Gebeine Walburgas, der Schwester Willibalds, die 779 als Äbtissin des Klosters Heidenheim starb, von Heidenheim nach Eichstätt übertragen und in der Heilig-Kreuz-Kirche beisetzen. Am Grab Walburgas entstehen später eine Wallfahrtsstätte und ein Kanonissenstift; 893 werden Teile der Reliquien ins Benediktinerinnenkloster Monheim gegeben.
908: König Ludwig das Kind verleiht dem Bischof Erchanbald das Recht, im Kloster Eichstätt Markt und Münzstätte einzurichten und eine Stadt zu erbauen. Beginn der Ummauerung der Stadt.
989: Bischof Reginold (966 bis 991) erweitert den Dom und lässt die Reliquien Willibalds erheben und in der neuen Westkrypta des Doms beisetzen.